Religionszugehörigkeiten
Zu allererst fällt ins Auge: Von den 313 teilnehmenden Schüler*innen gehören 126, d.h. 40% der Teilnehmenden keiner Religionsgemeinschaft an. Für den Kanton Bern typisch ist die relativ hohe Zahl an Reformierten gegenüber den Katholiken.
5. Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft

Zum besseren Vergleich mit den Zahlen des Kantons Bern werden die Ergebnisse der Umfrage in Prozente umgerechnet. Dabei ist nochmals der Hinweis zentral, dass diese Umfrage nicht repräsentativ – und die Zahlen daher nicht als solche lesbar sind.
Kanton Bern

Umfrage
- 27% Evang.-reformierte
- 10% Röm.-katholische
- 6% Christkatholisch
- 7% Andere christliche
- 1% Jüdische
- 5% Islamische
- 2% Andere
- 40% Konfessionslose
- 1% Keine Antwort
Im Vergleich mit den Zahlen für den Kanton Bern ist der hohe Anteil an Konfessionslosen besonders bemerkenswert. Auch die Zugehörigkeiten zu den beiden grossen christlichen Konfessionen Evangelisch-reformiert und Römisch-katholisch liegt unter den Zahlen im Kanton Bern.
Erklärbar werden die Befunde mit dem sog. Kohorteneffekt der generationenmässigen Abnahme der Zugehörigkeit zu den traditionellen Kirchen (vgl. Stolz/Senn 2018: Generationen abnehmenden Glaubens). Bei der Altersgruppe der Schüler*innen am Gymnasium ist die gesamtgesellschaftlich zu beobachtende generationenmässige Abnahme der Zugehörigkeit zu den Landeskirchen weiter fortgeschritten als in der Gesamtpopulation aller Altersgruppen.
Interessanterweise ist die Zahl der Christkatholiken markant höher als im Kanton: Dies ist wohl auf die Zentrumsfunktion der Stadt Bern für die christkatholische Kirche im Kanton und in der Schweiz zurückzuführen.
Die Zugehörigkeiten zu allen anderen Religionsgemeinschaften sind im Vergleich mit den kantonalen Zahlen unauffällig.
